Obertonflöte

Mit Sicherheit kann man Obertonflöten zu den Urflöten zählen, denn sie gehören mit zu den ältesten Instrumenten und bestechen durch ihre einfache und leichte Spielbarkeit. Da Obertonflöten keine Tonlöcher haben, wird die Tonhöhe hier einmal mit der Stärke des Anblasdrucks reguliert und wieder neue Tonvarianten können dadurch gespielt werden, indem man das Flötenende mit einem Finger verschließt bzw. verkleinert, dadurch erklingen die gedackten Töne (nur bei verschlossenem Flötenende).

Durch langsames Schließen können die Töne gezogen werden. Ganz leicht angeblasen lässt die Obertonflöte tiefe Töne klingen,. Mit kräftigerem Anblasdruck erklingt der nächsthöhere Ton der Obertonleiter. Die sehr hohen Obertöne erfordern einen hohen Luftdruck z. B. durch einen „t“-Laut, den man mit der Zunge am Gaumen erzeugt. Verschließt man das Loch am unteren Ende der Flöte, ergibt sich eine zweite Obertonleiter, die sich in die Leiter bei offener Flöte verwebt. Ein breites Repertoire an Melodietönen steht so zur Verfügung.

Die Skala der Obertonflöten entspricht der Naturtonreihe (auch Harmonische oder Obertonreihe) , die von Natur aus erklingt ( wie z. B. bei Didgeridoos, Fujara/ slowakische Hirtenflöten und Alphörnern. Wird ein bestimmter Ton eines Instrumentes untersucht, findet man darin auch die Naturtöne, die neben der gespielten Melodie die Klangfarbe bilden. Dies ist nicht nur bei Obertonflöten so, sondern auch beim sogenannten Obertongesang. Hier hört man deutlich Obertöne, die mit dem Grundton schwingen.

Durch ihre einfach zu erlernenden und tief berührenden natürlichen Harmonien finden mit ihr viele Menschen leichten Zugang in die Welt des Flötenspiels.

Mit der Zeit haben sich die verschiedensten Arten von Obertonflöten entwickelt- vom einfachen Blasrohr, das zur Jagd verwendet wurde und gleichzeitig als Flöte spielbar war über schräg abgeschnittenen Schilfstängel, die quer über eine Kante angeblasen wurde hin zu Holunderflöten, deren Luftkanal vorgeformt wurde existierten und existieren Obertonflöten seit alters her.

Vor allem in den Kreisen des Hirtenvolks waren und sind die Obertonflöten auch heute noch beliebt und traditionelle Instrumente.

Heute erfreut sich die Obertonflöte sogar großer Beliebtheit sowohl in meditativer Musik als auch in fetzig-fröhlichen Stücken, in der Rockszene und in mittelalterlicher Musik..

Wer seiner ureigenen Sensibilität wieder eine Renaissance gönnen möchte und sich auf das intuitive Spiel der Naturtöne von Obertonflöten einlassen möchte, der erfährt Inspiration und die Schönheit und Leichtigkeit des Spielens aus dem reinen Gefühl heraus. So können unverfälscht Melodien entstehen, die keine Noten gesehen haben.

Neue, und individuell. Deine Melodien!