Traversflöte

Als Vorgängerin der heutigen Querflöte (Klappenflöte , Böhmflöte) erlebte die Traversflöte (travers frz. = quer)  im Barock ihre Blütezeit. Sie ist dreiteilig bestehend aus einem Kopf-, einem Mittel- und einem Fußstück, hat Grifflöcher (meist 6) und keine Klappen. Ihre Bohrung ist konisch (Barock- Traversflöte) und sie hat kleinere Mund- und Grifflöcher als die Renaissance Traversflöte mit ihrer zylindrischen Bohrung.

Ihr Tonumgang reicht oft von d1 bis g3, d.h. es sind fast drei Oktaven spielbar. Der für Traversflöten typische  warmer, volle Klang, der -je nach gewählter Holzart -durchaus äußerst präsent und klar sein kann, lässt sie neben ihrer modernen metallenen Schwestern nicht zurückstehen und bei Freunden der alten Musik erfreut sie sich immer größerer Beliebtheit.

Der Stilbereich des Barock ( Bach, Telemann, Händel ) bis in die Klassik hinein (Mozart, Haydn). wird von Traversflöten spielend abgedeckt. Viele Menschen entdecken heute wieder ihre Liebe zu diesem fast ausgestorbenem Instrument, der hölzernen Traversflöte, der Mutter der modernen Konzertflöten mit ihrem einzigartigen Zauber.

Diesem wiedererwachten Interesse an dem ursprünglichen Klang von Holz von Querflöten, kommen wir mit dem Bau eines neuen Modells der klassischen Traversflöte, das lediglich an historische Vorbilder anlehnt, entgegen. Etliche Flötisten sind bereits begeistert über Klang und Leichtigkeit der Ansprache unserer neuen Traversflöten.

Es gibt eine schöne Geschichte, die man in der Literatur über Traversflöten finden kann:
Johann Sebastian Bach lauschte einst in einem Park verzückt dem wundervollen Spiel eines Flötisten und schrieb daraufhin seine erste Flötensonate für die Traversflöte!

Ein solches Instrument lässt seinen Spieler eine besondere Spielästhetik erfahren. Allein durch Haltung, Atem, Ansatz, Artikulation und Intonation entsteht ein Klangreichtum, eine melodische Intensität, die mit einer Metallflöte einfach nicht zu vergleichen ist.

Die Spieltechnik der Traversflöte ist für den Spieler der Böhmflöte eine Herausforderung- müssen doch alle Töne, die gewohnt mit Klappen gespielt wurden nun durch Veränderung des Ansatzes und Gabelgriffe erklingen. Der Variantenreichtum der Klangfarben jedoch lohnt die Übung und eröffnet dem geübten Spieler eine große Ausdrucksmöglichkeit .